Mittwoch, 11. Dezember 2013

Kata Tjuta und Watarrka

Die Kata Tjutas, von den Europäern auch Olgas genannt, sind schon von Uluru aus sichtbar. Die Fahrt zu den sechsunddreissig Felshügeln dauert dann doch eine halbe Stunde, in der topfebenen (Halb-)wüste sind Erhebungen meilenweit zu sehen. Hier haben wir den walk durch das Valley of the Winds, ganz im Westen der Hügelkette, gemacht.
Als Wanderung ist diese Route anspruchsvoller als der Rundweg um Uluru. Es geht hinauf und hinunter, oft folgen wir nur Wegspuren über Geröll, und der Pfad führt durch Schluchten und über Pässe, wobei einige der Felsformationen von ganz nahe zu sehen sind. Stellenweise wird der Weg wieder flacher und der Blick öffnet sich über die nächsten Wellen aus Stein. Die beiden Wasserstellen sind wichtig, auch am Morgen ist die Hitze schon recht gross und ich bin froh, dass ich meine Flasche hier wieder auffüllen kann.

Watarrka, auch Kings Canyon genannt, liegt ein paar Stunden Fahrt nördlich von Uluru (wobei die Strasse einen grossen Umweg macht, die direkte Route ist durch den Salzsee Lake Amadeus versperrt) und südlich von Alice Springs. Wir wanderten hier der Krete entlang rund um den Canyon. Ähnlich wie Uluru war auch Watarrka ein wichtiger Ort für die Aborigines. Ein Hauptgrund ist sicher die vielfältige Vegetation rund um die Schlucht.
Wir trampen hier sozusagen durch die Küche der Einheimischen, und unser Führer zeigt uns all die essbaren Pflanzen und Früchte, die sich hier finden. Wir sehen auch die berühmten Ghost Gum Trees mit ihren schneeweissen Stämmen. Der australische Maler Albert Namatjira, ein Aborigines, hat die Landschaft hier oft in seinen Bildern dargestellt. Man dachte oft, er verfremde die Farben, ähnlich wie zum Beispiel die Maler des Blauen Reiters in Europa. Später, in Alice Springs, habe ich in einer Buchhandlung die Gelegenheit, ein Buch mit seinen Bildern zu sehen: es ist erstaunlich, wie realistisch er die Bäume und Sträucher am Rande von Kings Canyon wiedergegeben hat.
Am oberen Ende steigen wir in die Schlucht hinunter, grosse Felsen versperren den direkten Weg von unten, und ruhen uns an einem kleinen See aus, umrundet von Palmen, Farnen und weiteren tropischen Pflanzen. Die Stelle heisst "The Garden of Eden", kein Engel mit Flammenschwert vertreibt uns, aber nach einer Weile zieht es uns doch zurück in die Kultur mit ihren klimatisierten Häusern.































Kata Tjutas: eine der Engstellen im Valley of the Winds































Kata Tjutas: Hügel...































Kata Tjutas: ... um Hügel...































Kata Tjutas: ... um Hügel: sind's wirklich sechsundreissig?































Watarrka: ein Ghost Gum Tree































Watarrka: ein typisches Bild vom Rand der Schlucht































Watarrka: die Wände des Canyons sind zum Teil wie mit dem Messer geschnitten































Watarrka, the Garden of Eden: die einzige Aufnahme, wo man ein bisschen etwas sieht
Das Grün ist stellenweise noch viel dichter, aber die grossen Hell-Dunkel-Kontraste und die Reflexion auf dem Wasser machen das Photographieren schwierig

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