Liebe
Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen
Nach den ueblichen Einstiegsschwierigkeiten (die
Schweizer Austauschorganisation hatte uns vorgewarnt) beginne ich, mich hier in
Australien einzuleben. Und zwischendurch finde ich hoffentlich in den naechsten
Wochen und Monaten auch Zeit fuer kurze Berichte aus der Ferne. Mit dem
Bildmaterial hapert es im Moment noch und die Umlaute haben den weiten Weg auf
die andere Seite der Welt noch nicht geschafft.
Mein Tagesablauf: ich pendle von Brighton-le-sands,
einem Vorort am Strand im Sueden von Sydney, mit der Metro nach Chatswood
im Norden, wo die High school ist. Dabei ueberquere ich zweimal am Tag die
harbour bridge und sehe die Hafenbucht und das Opernhaus. Sind es kopulierende
Schildkroeten, wie die Einheimischen behaupten, oder Haifischflossen, wie ich
am Anfang immer dachte? The truth lies in the eye of the beholder, aber jetzt,
in entspannterer Stimmung, sehe ich Segel.
Und der Blick auf die Hafenbucht und die Skyline
ist immer wieder ueberraschend, bei Sonnenaufgang und am Abend, bei Wolken und
Regen und bei blauem Himmel. Nur Nebel habe ich hier unten noch nie erlebt.
Ich unterrichte year7 bis year12. Gerade die
juengeren sind zum Teil noch herrlich naiv. Sie haben mich gefragt, ob in der
Schweiz die Leute gleich gross sind wie in Australien. Im Scherz habe ich
geantwortet: Nein, dort bin ich ein Zwerg, und ein paar haben es geglaubt.
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